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Donnerstag, 15. November 2012

Schopfmakake macht Fotoshooting

Bitte recht freundlich...

Was auf der Insel Sulawesi so alles los ist, das hätte sich der Fotograf David Slater im Leben nie gedacht. Unterwegs in einer Feldforschungsstation auf der indonesischen Insel Sulawesi trifft er auf eine Horde wilder Schopfmakaken - doch so wild sind sie gar nicht, eher diebisch!


Zuerst schauen die Schopfmakaken interessiert zu, was das Team der Feldforschung macht, dann greift einer der frechen Affen blitzschnell zu und schnappt sich die Kamera, die Slater kurz mal aus der Hand gelegt hat.


Er macht Grimassen, zeigt seine schönen Beisserchen, sieht sein  Gesicht, das sich im Objektiv spiegelt. Und er kommt an den Auslöser, fotografiert sich selbst und auch den Fotografen. Der Schopfmakake schiesst hunderte von Aufnahmen (die meisten davon unscharf), bis er dann schliesslich das Interesse an dem langweiligen Spielzeug verliert.




Beim "spielen" mit der Kamera hat der Schopfmakake auch diesen Schnappschuss geschossen.

Das Einzigartige daran: Die Fotoagentur schickte den folgenden Quellenhinweis für die Bilder mit:
caters news/Ein wilder Affe/animal.press/dapd.



Freitag, 18. November 2011

Indonesien- Ein besonderes Gebräu, der Katzenkaffee


Aus Indonesien kommt ein ganz besonderes Gebräu- der Katzenkaffee. Ein wahrer Genießer bezahlt schon gerne mal bis zu 1.000,- Euro für ein Kilogramm Kaffeebohnen, wenn er einen Kaffee der ganz besonderen Art möchte. Wie nämlich der ziemlich unbekannte Civet Kaffee, der auch unter dem Namen Kopi Luwak oder Coffee Alamid vertrieben wird, entsteht, dürfte dabei den wenigsten Kaffeetrinkern bewusst sein.



Es gibt eine ganz besondere Schleichkatzenart, die frisst die Kaffeekirschen (Bohnen und Fruchtfleisch).  Nachher werden die unverdaulichen Kerne von den Tieren ausgeschieden und das Exkrement von den Bewohnern Indonesiens und den Philippinen, wo die Katze beheimatet ist, eingesammelt.

Im Darm des Tieres haben die Bohnen so den ersten natürlichen Nass-Fermentationsprozess durchlaufen und geben dem Kaffee seine besondere Note eines muffigen, erdigen und vollen Aromas. 



Den Nachweis erbrachte ein kanadischer Lebensmittelchemiker, der auf den Oberflächen der Kaffeebohne winzige Krater entdeckt haben soll – vermutlich von den Verdauungssekreten, die den anderen Kaffeebohnen fehlen. 

Bedenklich ist: Die steigende Nachfrage hat dazu geführt, dass die Schleichkatzen mittlerweile von den Einheimischen gefangen und mit Kaffeebohnen vollgestopft werden. Sie sterben letztendlich an Mangelernährung.






Donnerstag, 21. Juli 2011

Bei den letzten Seenomaden - den Bajau Laut



Vor den indonesischen Wayang-Inseln ankert eines der letzten Seenomadenvölker der Welt: die Bajau Laut. Sie verbringen ihr ganzes Leben auf dem Wasser, auf den schmalen und langen Holzbooten, das sie "Lepa lepa" nennen. Doch ihr Schicksal scheint besiegelt!



Die Seenomaden lieben das Meer. Es ist ihr natürlicher Lebensraum und versorgt sie mit allem, was sie benötigen. Sie verlassen ihr schwimmendes Zuhause nur, um Fische zu fangen oder diese an Land zu verkaufen. 

Doch Experten schätzen, dass es nur noch 50 oder 60 Familien gibt, welche die alten Traditionen pflegen und sich den indonesischen Regierungs-programmen widersetzen, die sie zur Sesshaftigkeit veranlassen wollen.


Die Bajau Laut fangen Fische mit Speeren oder mit ihren blossen Händen! Sie gelten alsdie besten Schwimmer der Welt. Es ist bei ihnen Brauch, sich schon in jungen Jahren das Trommelfell durchstechen zu lassen, um später in Tiefen von bis zu 30 Metern minutenlang tauchen zu können!

Doch selbst in solchen Tiefen ist das Hauptnahrungsmittel der Bajau Laut rar geworden. 


Über Jahre hinweg hat das mittlerweile verbotene Fischen mit Dynamit oder mit dem Gift Zyanid nicht nur die Fischbestände schrumpfen lassen, sondern auch die meisten Riffe zerstört. 

Das zeigt nun Folgen - immer öfter kehren die Fischer mit leeren Netzen zurück!

Gerade deshalb setzt sich die Naturschutzorganisation WWF vor Ort dafür ein, dassumweltschonende Fischereimethoden zum Einsatz kommen. So sollen die Bajau Lautihre Kenntnisse über traditionelle Fangmethoden an die lokalen Fischer weitergeben.

Ein ehrgeiziger Plan, der nicht nur dazu beitragen soll, die wunderbaren Korallenriffe, sondern auch das unschätzbare Wissen der vom Aussterben bedrohten Seenomaden zu erhalten.  


Meine Empfehlung:

Die BBC hat einen Bajau Laut-Jäger begleitet. Der taucht mit einer unglaublichen Leichtigkeit in über 20 Meter Tiefe und bewegt sich dort, als wäre er an Land. Ohne jede Taucherausrüstung - und mit nur EINEM Atemzug!


Am besten, Du schaust Dir diese unglaublichen Szenen selber an!







Text: Von Dagmar :o)