Freitag, 5. Oktober 2012


Früher ein pulsierender Touristenort, heute Geisterstadt. Villa Epecuén.
Es ist schon ein aussergewöhnliches  Ereignis, das derzeit in Argentinien stattfindet. Dort taucht  eine durch Naturkatastrophen überflutete Geisterstadt wieder langsam aus einem See auf! 



Es war 1920, als am Ufer des argentinischen Salzsees Lago Epecuén die Kleinstadt Villa Epecuén von Grund auf neu gebaut wurde. 

Da den salzhaltigen Thermalquellen in dieser Gegend eine heilende Wirkung nachgesagt wurde, blühte der Tourismus, die Einwohnerzahl von Villa Epecuén stieg stetig an. Bis in den 1970ern mehr als 5000 Menschen dort lebten, die Touristen gar nicht mitgerechnet.

Dann jedoch begann eine Serie von Naturkatastrophen und Unglücken. Starke Regenfälle erhöhten den Wasserspiegel des Sees, 1984 brach auch noch ein schützender Damm. Die Stadt musste fluchtartig evakuiert werden und lag schliesslich rund 10 Meter unter Wasser!

Der Salzsee gibt die Geisterstadt wieder langsam frei. Hier Luftaufnahmen vom Mai 2011.
Und jetzt geht es andersrum. Denn aufgrund einer bereits seit Jahren anhaltenden Dürre in dieser Region zieht sich das Wasser des Sees wieder langsam  zurück und gibt das, was von Villa Epecuén übrig ist, wieder frei.

Die Geisterstadt wäre jetzt eine echt gute Kulisse für einen Horrorfilm. Häuserruinen, der Friedhof, Autowracks und tote Bäume ergeben >>>richtig gespenstische Bilder. Zurück will übrigens bisher keiner der ehemaligen Einwohner. 

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